Platin
Aus dem 8. Jahrhundert vor Christus stammen die ältesten Funde verarbeiteten
Platins. Was man zunächst als eine Variante von Silber hielt
in Südamerika nannte man es platina (kleines Silber)
wurde erst um 1750 von englischen Wissenschaftlern als eigenständiges,
sehr widerstandsfähiges Metall erkannt. Und es stellte sich heraus,
dass sich das weiße Platin vorzüglich zur Herstellung von Juwelenschmuck
eignet.
Platin ist äußerst rar und die Gewinnung aus bis zu 2000 Metern
Tiefe sehr aufwendig.
Zum Vergleich:
1 Unze (31,1 g) Feinplatin = 10 Tonnen Erz = 5 Monate Arbeit
1 Unze (31,1 g) Feingold = 3 Tonnen Erz = 5 Wochen Arbeit
Das widerstandsfähige Metall schmilzt erst bei 1773°C, während
Gold einen Schmelzpunkt von 1063°C hat. Außerdem ist es mit einem
spezifischen Gewicht von 21,5 g/cm3 eins der schwersten Elemente.
Zum Vergleich: Eisen 7,8 | Blei 11,3 | Gold 19,3
Platin ist ein sehr reines Schmuckmetall, das grundsätzlich in einer
Legierung von 950/000 (95% Feinplatin, 5% Legierungsmetall) verarbeitet
wird. 18-karätiges Gelbgold (750/000) beinhaltet nur 75%
reines Gold.
Platin hat, anders als Weißgold, eine durch und durch weiße
Farbe. Sie ist in ihrer dezenten Eleganz unnachahmlich. Auf Grund seiner
Zähigkeit ist Platin für jeden Schmuckgestalter eine spannende
Herausforderung. Und für jeden Schmuckliebhaber, der es einmal in Händen
gehalten hat, ein faszinierendes Metall.